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Kurze Beschreibung und Leseproben

Auszüge aus dem „Handbuch der funktionellen Proteomik“

Werfen Sie einen ersten Blick in ausgewählte Kapitel.

Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, können Sie das vollständige „Handbuch der funktionellen Proteomik“ auf der Website von PROTEOMIS erwerben:

Wie kann man die Methode der funktionellen Proteomik nach C.E.I.A./PROTEOMIS kurz beschreiben?

PROTEOMIS basiert auf der Beziehung zwischen den krankheitsbedingten Veränderungen im kolloidalen System des Serums  und den damit im Zusammenhang stehenden Veränderungen im Organismus.

Die Methode hatte von Beginn an zwei Ziele:

  1. Die Diagnostik in Form einer systematischen Analyse der Fällungsreaktionen der Proteine.
    Mit der photometrischen Messung der veränderten optischen Dichte nach Ausflockung der Serumproteine hatte man eine Messmethode, um krankheitsbedingte, feinstrukturelle Veränderungen bis auf über die molekulare Ebene hinaus erfassen zu können.
  2. Die Therapie mit Hilfe einer Heilmittelliste. Nicht Symptome sollen die Wahl des Therapeutikums entscheiden, sondern die Fällungsreaktionsergebnisse.

Die in den mehr als 50 Jahren seit Entwicklung der Methode zusammen gekommene Datenmenge von rund vier Millionen Profilen erlaubt folgende Feststellungen:

  • Die einzelnen Fällungstests zeigen ein verändertes Verhalten sowohl bei Krankheit als auch…
Auszug aus Handbuch der funktionellen Proteomik
Dr. med. Sabine Fischer, Dr. med. Sus Herbosch, Dr. med. Helmut Sauer, Ulf Uebel
Dieses Material ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt.

Lebensalter und Geschlecht bestimmen das Reaktionsverhalten der Proteine

Die Struktur von Proteinen ist ständigen Veränderungen ausgesetzt. Die Vielfalt der biologischen Prozesse wäre nicht möglich, wenn sich Proteine nicht fortlaufend durch posttranslationale Modifikation verändern würden. Anpassung ist ein physiologischer Vorgang, wenn Proteine auf Umwelteinflüsse reagieren, dazu gehören auch Prozesse, die über das Lebensalter eines Organismus bestehen. Proteine haben einen „Lebensweg“, sie verändern sich, passen sich an, reifen aus oder altern. Diese Dynamik in der Proteinstruktur wird durch genetische, aber auch hormonelle Faktoren beeinflusst.

Wie wirken sich Veränderungen über das Lebensalter und Unterschiede bei den Geschlechtern auf die Parameter des PROTEOMIS-Profils aus?

Um diese Frage zu beantworten, wurden 2010 die Fällungstest durchgeführter Profile mittels…

Auszug aus Handbuch der funktionellen Proteomik
Dr. med. Sabine Fischer, Dr. med. Sus Herbosch, Dr. med. Helmut Sauer, Ulf Uebel
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Hyperreaktion der Glykoproteintests bei malignen Erkrankungen

a) pathophysiologische Ursachen

Eine erhöhte Reaktion der Glykoprotein-Tests ist generell ein sensibler Marker für eine systemische Entzündungsreaktion mit zellulärer Immunantwort, weil Glykoproteine sehr wirkungsvoll mit den Zellen der unspezifischen angeborenen Immunabwehr vernetzt sind. Sie leiten Mikro- und Makrophagen an den Ort des Entzündungsgeschehen, wo sie sie weiter stimulieren und den Entzündungsvorgang steuern.

Zu Beginn einer Tumorerkrankung kann die durch Glykoproteine vermittelte, zytotoxische Reaktion der Immunzellen als Versuch der Heilung angesehen werden, wie bei jeder Entzündungsreaktion auf Pathogene oder Verletzung. Aber schon in dieser Phase kommt es zur Kompromittierung der Immunzellen durch Tumorsignale, was die Entwicklung des Tumorgewebes fördert. Die hohe Mutationsrate der Tumoren führt zu strukturell veränderten Proteinen, gerade diese veränderten Proteine können sehr…

Auszug aus Handbuch der funktionellen Proteomik
Dr. med. Sabine Fischer, Dr. med. Sus Herbosch, Dr. med. Helmut Sauer, Ulf Uebel
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Leaky gut, intestinale Grenzflächenstörung

Prof. Dr. med. Alessio Fasano, Boston, postulierte durch seine Forschungsarbeiten zu Zonulin, dass leaky gut eine unabdingbare Voraussetzung für Autoimmunerkrankungen ist.

  • Grenzflächen schützen vor Fremd-Antigenen. Der Mucus verhindert den direkten Schleimhautkontakt, Fremd-AG werden von sIgA im Bereich der Mucosa abgefangen. Bestandteile aus der Nahrung, die durch den Verdauungsvorgang zu kleinsten Molekülen abgebaut worden sind, werden durch die Enterozyten resorbiert und dem Organismus zugeführt und lösen so keine Antigenstimulation aus. Muss sich das Immunsystem mit Fremd-Antigen in geringem Ausmaß auseinandersetzen, werden zunächst dendritische Zellen inaktiv gehalten und T- regulatorische Zellen hochgefahren, damit keine Abwehrreaktion initiiert wird und keine epitheliale Entzündungsreaktion abläuft (orale Toleranz).
  • Der Mensch besteht aus ungefähr 130 Billionen Zellen, davon sind 100 Billionen fremde Zellen, Einzeller, die vor allem die Grenzflächen besiedeln. Die Forschung legt nahe, dass eine Veränderung in der Diversität und Zusammensetzung dieser Einzeller, der Mikrobiota, enorme Einflüsse auf die Entstehung und den Verlauf von Krankheiten generell, von Autoimmunerkrankungen im Besonderen, haben.
  • Die Lamina propria der intestinalen Schleimhaut ist durch palisadenartige Epithelzellen aufgebaut. Deren Zellzwischenräume müssen normalweise durch einen Proteinkomplex (Tight Junction) geschlossen sein. Wichtiger Bestandteil des Proteinkomplexes ist…
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Dr. med. Sabine Fischer, Dr. med. Sus Herbosch, Dr. med. Helmut Sauer, Ulf Uebel
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Ernährung ist nicht alles – aber ohne die Ernährung ist alles nichts!

Dieser Satz, üblicherweise über die Gesundheit im Allgemeinen postuliert, gilt, als Konkretisierung der Feststellung über die Gesundheit, für jedes salutogenetische Handeln, sei es in eigener Sache, sei es für einen Patienten. Damit ist zugleich eine Hierarchie der möglichen präventiven Maßnahmen oder Therapien festgestellt, um es auf einen eingängigen englischen Nenner zu bringen: Food First!

Die Ernährung, die bis vor gut 100 Jahren einen Löwenanteil innerhalb der medizinischen Ausbildung (und der anschließenden ärztlichen Tätigkeit) innehatte, erzeugt heute meist nur noch ein Hintergrundrauschen. Gleichzeitig sind Nahrungsmittel durch eine Industrie, die es bis zum Ende des 19. Jahrhunderts noch gar nicht gab, bis zur Unkenntlichkeit verändert worden. Die dabei entstandenen Nahrungsmittel, oft muss man von Nahrungsmittelimitaten sprechen, haben nicht das Ziel der Sättigung, sondern…

Auszug aus Handbuch der funktionellen Proteomik
Dr. med. Sabine Fischer, Dr. med. Sus Herbosch, Dr. med. Helmut Sauer, Ulf Uebel
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